Definition Myom

Was ist ein Myom?

Myome sind gutartige Muskeltumore in Gebärmutter und Eierstöcken. Sie verursachen meistens keine Beschwerden. Erst ab einer bestimmten Größe ist eine Behandlung ratsam.

Denn Myome entwickeln sich nahe von Blutgefäßen aus unreifen Muskelzellen und können auf andere Organe wie Niere, Darm oder Blase drücken und deren Funktion beeinträchtigen.

Das Wachstum von Myomen wird von Östrogenen angeregt. Deswegen treten sie bei jungen Frauen erst ab der Pubertät auf. Bestehende Myome wachsen nach der Menopause nicht weiter, es entstehen auch keine neuen Myome.

Außer der Steuerung durch Östrogene ist über die Hintergründe der Entstehung von Myomen nichts bekannt, vermutlich spielen aber genetische Faktoren eine Rolle.

Symptome

Myome sind nicht lebensbedrohlich, führen aber oftmals zu starken Einschränkungen der Lebensqualität durch:
 

  • starke, lang anhaltende Blutungen, Zwischenblutungen
  • verstärkten Harndrang, Verstopfung
  • Bauch-, Seiten-, Nieren-, Ischias-, Bein- und Rückenschmerzen, da Myome auf Nerven-Enden drücken
  • Folgeerkrankungen: Harnwegsinfekt, Blutarmut
  • Fremdkörper- und Schweregefühl
  • Beeinträchtigung der Form und Funktion der Gebärmutter
  • Komplikationen während der Schwangerschaft
  • ungewollte Kinderlosigkeit

Arten von Myomen

Es gibt verschiedene Arten von Myomen. Sie unterscheiden sich je nach Lage. Sie befinden sich:
 

  • in der Muskelschicht der Gebärmutter (der häufigste Typ): intramural      
  • auf der Gebärmutteraußenseite: subserös             
  • direkt unter der Gebärmutterschleimhaut: submukös                    
  • in den Bindegewebsschwächen seitlich der Gebärmutter: intraligamentär
  • in den Muskelschichten des Gebärmutterhalses: zervixmyom